Recycling
Aus alt mach Neu – So funktioniert das Recycling
In einem Karton sind drei Materialien zu einem Verbund kombiniert: Karton sorgt für Stabilität, der Kunststoff Polyethylen macht die Packung dicht und Aluminium schützt den Inhalt vor Licht und Sauerstoff.
Im Prinzip lassen sich Getränkekartons genauso einfach recyceln wie Zeitungen oder Wellpappe – ganz natürlich ohne Chemie. Und zudem sind die langen und reißfesten und damit besonders hochwertigen Zellulose-Fasern der Kartons in der Papierindustrie begehrt.
Die zu Ballen gepresst angelieferten Getränkekartons werden zunächst in Handtellergroße Stücke geschreddert. Wichtig ist, dass der Karton in seine Rohstoffe, Papier, Kunststoff und Aluminum, zerlegt wird.
Dies geschieht in einem ca. 30 Meter langen Metallzylinder mit einem Durchmesser von 3 Metern. Wie in einer Waschmaschine werden die zuvor zerschnittenen Getränkekartons hier mit Wasser „geschleudert“. Die Papierfasern weichen langsam auf und lösen sich von den Folien.
Der Papierbrei wird durch die kleinen Löcher in der Trommelwand gedrückt, durch die der in Wasser gelöste Faserstoff abgeschwemmt wird. Gereinigt und eingedickt gelangt er dann in die Papiermaschine.
Die Reste des Kartonverbunds, nämlich Polyethylen und Aluminium sammeln sich am Ende der Trommel, werden getrocknet und zu Ballen verpresst. Die Verbund-Reste gelangen in die Zementindustrie, wo sie aufgrund des hohen Brennwertes als begehrter Zuschlagstoff geschätzt werden. Der Aluminium-Anteil wird dort zu Tonerde oxidiert und dem Zement beigemischt. Er trägt zur Verbesserung der Abbinde-Eigenschaften des Zements bei und ersetzt den Rohstoff Bauxit. Die Polyethylenfolien liefern im Zementwerk Energie zum Brennen von Klinker.






